The Story of Spirituals & Gospel

Das Schicksal der Sklaven in den USA

Heutigen Schätzungen zufolge wurden in 250 Jahren zwischen 8 und 11.5 Millionen Sklaven nach Amerika verschleppt. Erst mit dem 1865 ratifizierten Gesetz fand die Sklaverei ein juristisches Ende, während die gesellschaftliche Haltung Schwarzen gegenüber noch lange danach zwiespältig blieb.

Peitsche und Messer zur Disziplinierung

Die Arbeit auf den Tabak- und Baumwoll-Plantagen war hart. Kleinste Vergehen wurden streng geahndet. Bestrafungen mit Peitsche waren häufig, das Messer wurde weniger häufig eingesetzt. Die weissen Besitzer mussten wohl häufig in Furcht vor einem Aufstand leben. Zwischen 1670 und 1865 gab es 130 bewaffnete Aufstände durch Sklaven.

Fluchtgedanken waren vermutlich immer präsent, doch der Weg aus dem Süden ins freie Kanada war weit und beschwerlich. Ab 1838 organisierten Gegner der Sklaverei die "Underground Railroad" - einen Fluchtplan mit Schutzhäusern, Fluchthelfern und geheimen Kommunikationsmitteln. Eine Kombination von Steppdeckensymbolen und Gesängen teilte Interessierten das Wann, Wo und Wie der organisierten Fluchten mit.

Auspeitschung    Steckbrief

Underground Railroad

1849 entschied sich die damals 29-jährige Sklavin Harriet Tubman nach ihrer erfolgreichen Flucht dafür, Fluchthelferin bei der "Underground Railroad" zu werden. Sie wurde zu einer Berühmtheit. Ihr Codename war "Moses", was weiteren Interpretationsraum lässt für Spiritualtexte aus dieser Zeit. Hauptsächlich waren Spiritualtexte religiösen Inhaltes und keine Geheimsprache.

"Wade In The Water"

Suchhunde konnten die Spur nicht mehr finden, wenn ein Flüchtiger durchs Wasser gegangen war

"Steal Away"

Aufforderung zur Flucht

"Swing Low, Sweet Chariot"

Der himmlische Wagen als Symbol für die "Underground Railroad"

"Go Down, Moses"

Hinweis auf die real existierende Fluchthelferin Harriet Tubman

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